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19.06.2019 14:41

Proxis geschlossen

Vom 30.06. bis 18.07. ist meine Praxis geschlossen. Wegen einer Terminanfrage schicken Sie mir gerne eine E-mail oder hinterlassen mir eine Nachricht auf meinem Anrufbeantworter. Ich melde mich dann schnellstmöglich bei Ihnen, schöne Grüße! 

Kleine Gabe- große Wirkung

Akute Krankheiten

Die Behandlung akuter Erkrankungen mit homöopathischen Arzneien ist beeindruckend- bei richtiger Mittelwahl verschwinden die Beschwerden in erstaunlich kurzer Zeit. Voraussetzung dafür ist sind klare Krankheitssymptome und die Bereitschaft, diese zu erfassen.

Ein großer Unterschied zur schulmedizinischen Behandlung besteht darin, dass ich das auf jeden Patienten individuell passende Mittel herausgesuche. Nicht die Bronchitis oder Sinusitis steht im Vordergrund, sondern ein kranker Mensch mit einer Reihe von Krankheitssymtomen, beispielsweise:

  • Husten, der schlimmer nachts und in warmen Räumen ist
  • Husten, der morgens locker und nachts trocken ist
  • Husten begleitet von gelb-grünlichem Auswurf
  • Durstlosigkeit 
  • Verlangen nach frischer Luft
  • Eine ungewöhnliche Weinerlichkeit und Anlehnungsbedürfnis begleiten die Erkrankung.

Ein passendes Mittel für diesen Patienten könnte in diesem Fall Pulsatilla, die Küchenschelle, sein. Einem gesunden Menschen über einen gewissen Zeitraum verabreicht, würde es unter anderem diese Symptome hervorrufen.

Genau diese Symptome vermag es nun bei einem kranken Menschen zu heilen. Durch die Gabe des ähnlichsten homöopathischen Mittels wird eine so genannte "Kunstkrankheit" erzeugt, welche die natürliche Krankheit überlagert und so einen Selbstheilungsreiz auslöst. Bisweilen muss das Mittel öfter wiederholt werden.

 

Ganzheitlichkeit und Individualität

Es wird deutlich, dass die Homöopathie eine ganzheitliche Heilmethode ist. Sowohl körperliche, als auch seelische und geistige Zustände (z.B. Weinerlichkeit, Ängstlichkeit, Unruhe) werden mit in die Mittelwahl einbezogen. Diese sollten sich sogar noch vor den körperlichen Beschwerden bessern, indem die Patienten z.B. ruhiger werden und besser schlafen.

Nicht ein Krankheitsbild wie etwa Bronchitis steht im Vordergrund, sondern eine kranker Mensch mit seinen individuellen Krankheitssymptomen.

 

Chronische Krankheiten

Als chronische Krankheiten werden Beschwerden bezeichnet, die länger als 6 Monate bestehen oder immer wieder kehren, z.B. eine Anfälligkeit für Mandelentzündungen, die die Patientin, der Patient jeden Winter wieder bekommt.

Um diese erfolgreich homöopathisch behandeln zu können, bedarf es einer ausführlichen Anamnese. Neben den körperlichen Symptomen spielen auch Symptome aus dem Gefühlshaushalt, oder den Intellekt (Gedächtnis, Kreativität) betreffend eine große Rolle.  Deswegen besteht ein großer Teil der Anamnese daraus, diese Bereiche eines Patienten zu erfragen oder zu erfahren, wie er oder sie mit Ängsten, Kummer und Konflikten umgeht. Ein gewisses Maß an Offenheit ist also sehr wichtig für die erfolgreiche homöopathische Behandlung.

Viele Patienten schätzen die Homöopathie gerade aus diesem Grund: Ihre seelischen und geistigen Beschwerden wie Ängste, Depressionen, Gereiztheit, Schlafstörungen oder Konzentrationsschwäche bessern sich, ohne dass auf Antidepressiva oder ähnliches zurück gegriffen werden muss.

 

Kinderhomöopathie

Kinder reagieren auf die homöopathischen Mittel oft besonders schnell und nachhaltig. Ihre Lebenskraft ist noch sehr hoch, was sich vor allem darin zeigt, dass sie noch plötzlich und hoch fiebern können. Wird dieses Fieber ( die beste Reaktion des kindlichen Organismus auf Krankheitserreger!) durch Fiebersaft oder -zäpfchen unterdrückt, leidet auch die Lebenskraft. Das Kind wird anfälliger für chronische oder häufig rezidivierende Krankheiten. Je früher die Eltern dann mit der homöopathischen Behandlung beginnen, desto rascher und vollständiger kann das Kind genesen.

Es kommen vermehrt Eltern mit Kindern in die Praxis, die leichte bis schwere Verhaltensauffälligkeiten, wie etwa Aggressivität, körperliche Unruhe, Schlafstörungen, Ängste aufweisen. , so dass sie ausgeglichener und ruhiger werden. Gerade ihnen kann somit eine langwierigere, mitunter medikamentöse Therapie ("Ritalin") erspart werden.

Viele Eltern schätzen also die erfolgreiche homöopathische Behandlung besonders, da ihre Kinder nicht nur weniger krankheitsanfällig werden, sondern nebenbei auch noch ausgeglichener sind, besser schlafen, weniger Ängste haben und sogar weniger wählerisch mit dem Essen werden (weniger Verlangen nach Süßigkeiten, mehr Lust auf gesundes Essen.)

 

 

Fallbeispiel 1

Ein Mutter kam mit ihrer 4-jährigen Tochter wegen ihrer Neigung zu spastischen Bronchitiden in die Praxis, die oft antibiotisch oder mit bronchienerweiternden Medikamenten behandelt werden mussten. Im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass das Kind häufige, manchmal bis zu 90 Minuten anhaltende Wutanfälle bekommen konnte. Nach der 1. Gabe des passenden Mittels heilte der Husten rasch ab und das Mädchen hatte 3 Wochen lang überhaupt keinen Wutanfall. Nach einem erneuten Anfall wurde das Mittel in einer höheren Potenz wiederholt und dann wurde abgewartet, wie lange die Wirkung anhält.

 

Fallbeipiel 2

Eine Patientin (35 Jahre) mit medikamentös eingestelltem Bluthochdruck und leichtem Übergewicht wünschte sich, sukzessive ihre blutdrucksenkenden Medikamente abzusetzen. Nach der Verabreichung ihres Konstitutionsmittels stellte sie bereits nach wenigen Tagen fest, deutlich mehr Energie zu haben. Nach 2 Wochen hatte sich der untere Wert ihres Blutdrucks im Normbereich stabilisiert, der vorher durch die Medikamente nicht gesenkt werden konnte.  Hier konnte die Wirksamkeit des homöopathischen Mittels sogar gemessen werden.

Während der Folgekonsultation nach 4 Wochen wurde deutlich, dass die Patientin zusätzlich an saisonal bedingter Depression litt mit leichten suizidalen Phantasien. Nach Verabreichung des gleichen Mittels in einer höheren Potenzierung waren die "düsteren" Gedanken schon am nächsten Tag verschwunden, sie fühlte sich wohler und zuversichtlicher.

Die Wirkung hält bis heute an (2 Monate). Die Patientin hat in den vergangenen Wochen einiges in ihrem Leben zum Positiven verändert und nach Rücksprache mit ihrem Hausarzt wird sie die Bluthochdruckmedikamente demnächst absetzen.